VICTRESS Fusion Award 2016

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Vorbild sein, wo Integration Mehrwert schafft

Dieser Award geht an eine Vorreiterin (oder ein Team) mit einer Vision und einem zukunftsweisenden Konzept, das sich der gesellschaftlichen Herausforderung der sozio-ökonomischen Teilhabe von Zugewanderten annimmt. Mit Mut und Tatkraft schafft sie Werte und Arbeitsplätze und trägt mit ihrer Unternehmung konkret dazu bei, Geflüchtete oder Menschen mit Migrationshintergrund in die Gesellschaft zu integrieren. Es sind wirtschaftlich tragfähige Geschäftsmodelle gefragt, die ein großes Zukunftspotential haben und Strahlkraft entfalten.

Sophia von Schaesberg

Finalistin 2016

Mitgründerin von www.refplus.de-

 

Sophia von Schaesberg studierte in Bamberg Wirtschaft und Kommunikationswissenschaft und war im digitalen Marketing für die Walt Disney Company tätig. Neben eigenen Projekten in Sport und Entertainment engagiert sie sich schon lange in der Alten- und Flüchtlingshilfe. 2014 wurde die Idee zu REF+, ein innovatives Bauprojekt für Flüchtlingsunterkünfte, geboren, nachdem die Gründer mit der Unterbringung von Flüchtlingen in Containern konfrontiert waren. Es entstand der Gedanke, eine nachhaltigere, kostengünstigere und würdigere Lösung zu finden, denn schon damals waren diese Unterkünfte unangemessen teuer und keinesfalls als langfristige Lösung geeignet. Ein erstes Wohnprojekt in effizienter Holzständerbauweise für 186 Bewohner, geplant nach Erkenntnissen der Kommunen und Flüchtlingshelfer, ist bereits fertiggestellt mit einmaligen Kosten von ca. 17.000 Euro pro Person - der Beweis, dass menschenwürdige Unterbringung nicht nur machbar, sondern auch bezahlbar ist.

Ann-Kathrin Carstensen

GEWINNERIN 2016

Inhaberin www.rita-in-palma.com

 

Wunderbar wahr: Integration kann man häkeln. Den Beweis liefert Ann-Kathrin Carstensen. Die Mode-Designerin hatte die Idee, hochwertige Häkel-Accessoires anzubieten, konnte selbst aber nicht häkeln. So verband Ann-Kathrin  Carstensen das Praktische mit dem Hilfreichen. Sie gewann türkische Frauen, die diese Technik von klein auf beherrschen. Es entstand das Modelabel RITA IN PALMA, das in Kooperation mit den Türkinnen avantgardistische Häkel-Accessoires herstellt. Außerdem gründete Ann-Cathrin Carstensen den gemeinnützigen Verein „Rita’s Häkelclub“, in dem nicht nur mit Nadeln und Wolle gearbeitet wird. Anfangs für den Austausch zwischen deutschen und türkischen Frauen gedacht, steht der Club auch für Ausbildung und Beratung und wird bald auch Syrierinnen aufnehmen. So wird für die Frauen in der kreativen Zusammenarbeit eine Perspektive geschaffen: Arbeit, eigenes Geld, Selbstbewusstsein - ein sinnstiftender und gewinnbringender interkultureller Austausch.

Maja Hebel,

Catherine Daraspe &

Katrin Elsemann

FinalistinNEN 2016

Gründerinnen Prinzip Heimat e.V. und Hotel Utopia

 

Drei Frauen, eine Aufgabe. Maja Hebel, Catherine Daraspe und Katrin Elsemann, erfahren in internationalen Hilfsprojekten, Umgang mit Behörden, Organisationen und hilfsbedürftigen Menschen, haben immer wieder bei Begegnungen mit Flüchtlingen erlebt, wie schwierig es selbst für motivierte Menschen ist, ihre Fähigkeiten in Deutschland einzubringen. Dieser Problematik wollen die drei Gründerinnen Projekte mit Signalwirkung gegen Diskriminierung und Fremdenfeindlichkeit entgegen setzen. Mit dem Hotel Utopia entsteht ein als Sozialunternehmen geführtes 4-Sterne-Haus in Berlin, das Arbeits- und Ausbildungsmöglichkeiten in Hotellerie und Gastronomie bietet. So werden aus Geflüchteten Gastgeber. Es entsteht nicht nur ein Ort für, sondern auch von Menschen mit Fluchthintergrund, in dem Begegnung und Dialog möglich sind. Alle drei Gründerinnen haben kleine Kinder und teilen die Leidenschaft für Reisen und die Neugier auf Menschen.